Logitech Bluetooth Adapter Netzteil

Posted on Mo 21 Juli 2025 in Computer & Electronics

Ich habe eine Stereoanlage – bzw. was davon übrig ist, denn während man früher einen stolzen Turm mit Verstärker, Doppel-Kassettendeck, Tuner, CD-Player und Plattenspieler als Monument der musikalischen Coolness im Zentrum seiner Studentenbude stehen hatte, ist es heute ja eher üblich, Musik aus minderwertig quäkenden Mini-Lautsprechern vom Telefon aus abzuspielen. Kassetten gibt es schon lange nicht mehr und auch den Plattenspieler habe ich vor Ewigkeiten abgeschafft und wenig später zog auch der CD-Player zunächst auf den Dachboden und schließlich auf den Wertstoffhof. Was blieb waren ein Receiver und ein Kabel zum Laptop. Und etwas später dann ein kleiner Logitech Bluetooth Audioadapter, der mehr Beweglichkeit erlaubte.

Und dann kam DAB. Zunächst habe ich es ignoriert, aber schließlich wollte ich einen neuen Receiver der das kann und hab mir einen Yamaha R-S202D angeschafft. Der hatte ordentlichen DAB+ Empfang, aber in allen anderen Aspekten ist er das größte Scheißding, dass ich je hatte. Ich glaube das User-Interface wurde von Sadisten entworfen: Es gibt am Gerät keine Stationstasten, so dass man mühsam mit den Pfeiltasten durch eine Million Sender klicken muss. Und das dauert ewig, denn bevor man was hört, oder den Sendernamen angezeigt bekommt, muss er erstmal tunen und das dauert jedesmal ein paar Sekunden. Die Fernbedienung hat immerhin Zahlentasten ist aber ansonsten unübersichtlich und der Receiver reagiert sehr langsam auf den Input. Und zuguterletzt ist das Display an der Front winzig und kontrastarm, so dass man entweder direkt davor stehen, oder ein Fernglas bemühen muss.

Mit anderen Worten – den hab ich schleunigst auf den Dachboden getragen und den alten wieder in Betrieb genommen und um einen DAB-Tuner ergänzt. Und da kommt nun der Logitech Bluetooth Adapter wieder ins Spiel, denn ich will ja auch mal Musik vom Laptop hören. Der war schnell gefunden, aber das dazugehörige Netzteil ist absolut und völlig unauffindbar. Macht ja nix, dachte ich mir, ich habe ja wirklich keinen Mangel an Steckernetzteilen und 5V bei maximal 150mA sind nun keine schwierigen Anforderungen. Also in die Stecknetzteilkiste abtauchen und was passendes suchen. Pustekuchen: keines hat den passenden Tonnenstecker – grumpf!

Selbst ist der Mann

Na gut, dann eben mit manueller Anpassung: einfach irgendein 5V Netzteil nehmen, Stecker ab und direkt auf die Platine löten, so der Plan.

Zuerst aber muss ich den Adapter mal aufkriegen. Nach viel Suchen, Hebeln und Knibbeln habe ich auch die Schraube gefunden, die das Ding zusammenhält und schon lassen sich die Clips auch lösen:

Nun können wir die Platine entnehmen, die kleine Tonnenbuchse auslöten und die Lötstellen schön sauber machen:

Kabel vom Netzteil durch das Loch im Gehäuse ziehen, Enden abisolieren und in die passenden Löcher einlöten. Noch mit einem Blob Lötzinn die beiden GND Löcher verbinden – fertig.

Zuguterletzt einen Mini-Kabelbinder fest aufs Kabelende ziehen – als Zugentlastung.

Dann noch mit einem ordentlichen Schuß Heißkleber im Gehäuse fixieren, alles zusammenbauen, Schraube rein und nochmal einen Tropfen Heißkleber von außen durchs Loch. Und schon ist das Ganze endgültig fertig.

Das war ein schönes kleines Feierabendprojekt! Und weil meine Frau grade nicht da ist, mach ich mir jetzt ein Bier auf, dreh die Lautstärke auf 11 und höre meine Lieblingskrawallmusik.